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Forex Risiken

Speziell für Privatpersonen ist der Handel am Forex mit sehr großen Risiken verbunden. Der Handel lebt oft nur von geringen Kursveränderungen, die meist nur wenige Pips betragen. Da die Schwankungen sich meist bis auf 4 Stellen hinter dem Komma auswirken, können nur durch hohe Investitionen rechnerische Gewinne erzielt werden. Um damit auch mit geringeren Investitionen Gewinne zu erzielen, wird beim Handel ein Hebel eingesetzt. Mit diesem Hebel können schon bei einer Investition von 1.000 Euro Transaktionen in Höhe von teils mehreren hundert-tausend Euro vollzogen werden. Da sich damit schon bei geringeren Kurssteigerungen ein messbarer Gewinn ergibt, kann es im Gegenzug auch schnell zu Verlusten kommen. Im Fall von Verlusten kann somit auch eine Nachschusspflicht entstehen. Der Händler muss dann neues Kapital investieren, um die Verluste auszugleichen. Um dieses Risiko zu verringern, kann ein automatischer Verkauf, der sogenannte Stop Loss, ausgelöst werden. Dies schützt jedoch nur vor einem Minus-Konto und nicht vor dem Verlust aller Investitionen. Die Kursschwankungen entstehen aus mehreren Anlässen. Durch die Festnahme von Saddam Hussein beispielsweise resultierte ein kurzfristiger Anstieg der Dollarkurse. Auch die aktuelle Beschäftigungsquote der einzelnen Länder nimmt Einfluss auf deren Währungskurse.

Deshalb empfiehlt sich der Handel am Forex nur für Privatpersonen, die diese Risiken kalkulieren und zeitnah handeln können. Eine rechtzeitige Stop Loss Strategie kann somit vor Verlusten schützen, jedoch oft den Tagesverlauf eines Währungskurses nicht decken. Da der Euro in den vergangenen Wochen und Monaten innerhalb eines Tages oft größere Schwankungen verzeichnete, waren für den Handel größere Kapitale notwendig. So konnte ein kurzfristiges Tagestief überwunden werden, und mit Schließung der amerikanischen und europäischen Börsen auch ein Gewinn erwirtschaftet wird.

Verfügt eine Privatperson nicht über dieses Kapital, so ist sie oft gezwungen bereits im Laufe des Tages Verluste in Kauf zu nehmen. Der Handel in derart kurzen Zeitfenstern ist allgemein jedoch nur sehr selten gewinnbringend.

Forex Geschichte

Bereits um 1880 war ein internationaler Devisenhandel möglich. Ausländische Zahlungen konnten damals auf einem speziellem Bankkonto verbucht werden. Weltweit feste Wechselkurse entstanden erstmals im Juli 1944 mit der Gründung des IWF und der Weltbank. Erst einige Jahre später, Ende September 1969 wurden diese festen Wechselkurse gelockert. Seit März 1973 existieren frei schwankende Wechselkurse. Damit erhöhten sich auch die Risiken für die Händler durch fortan größere Kursschwankungen.

Besonders in Krisenzeiten, wie der ersten Ölkrise, kam es erst mal zu enormen Verlusten durch Kursschwankungen. Ausgelöst wurde diese durch den Jom-Kippur-Krieg Ende Oktober 1974. Erste Fragen nach den Risiken beim Internethandel kamen mit der Schließung der Herstatt-Bank im Juni 1974 auf. Die Gefahr, dass eine Bank ausfällt und ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, nachdem bereits Leistungen der anderen Bank erhalten wurden, wurde zum Zentrum der Gespräche. Die Folge waren neue bankaufsichtsrechtliche Regelungen sowie neue Instrumente für ein effektives und effizientes Risikomanagement.

Im August 1982 schloss Mexiko seinen Devisenmarkt, was den Beginn der Schuldenkrise in Lateinamerika und anderen Entwicklungsländern verursachte. Fortlaufend wirkten sich auch die Tigerstaaten-Krise im Jahre 1997, und Argentinien-Krise ein Jahr später, 1998, enorm auf die Devisenmärkte aus. Im Gegensatz zu Wertpapier- oder Geldmärkten, zeigte sich, dass Devisenmärkte sehr stark von staatlichen und staatspolitischen Einflüssen geprägt werden. Gerät eine Währung in eine Krise, greifen nun die Zentralbank oder sogar der Staat in das Geschehen ein.

Heute wird versucht den Forex auch für immer mehr Privatpersonen interessant zu gestalten. Anbieter locken mit kostenlosen Demo-Konten und Bonussystemen, die denen der Online-Casinos ähneln. Die Wahl eines Anbieters wird damit jedoch für den Kunden nicht leichter. Speziell die Gebühren und Funktionen der Netzwerke unterscheiden sich teils sehr und machen den Kunden das Vergleichen schwer. Auch erst durch diese Anbieter und den Kampf um Kunden wurde das Zeitfenster des Handelns auch am Wochenende geschaffen.

Zusätzlich zum Handel am Devisenmarkt bieten diese Anbieter inzwischen auch den Handel mit Gold, Silber und Öl an. Mit der Einführung des Handels mit Rohstoffen, zeigt sich immer mehr, dass diese Anbieter den Privatpersonen den Handel am Forex als vergleichbare Lotterie präsentieren wollen. Doch nicht der Nervenkitzel am Spiel mit Geld ist der Sinn des Forex, sondern der Handel mit Währungen im internationalen Vergleich. Denn der Währungskurs wirkt sich auch im Besonderen auf den Import und Export der jeweiligen Länder aus.

Forex Gebühren

Für die Nutzung und die Bereitstellung der Handelsplattform werden in der Regel vom Forex Trader keinerlei Forex Gebühren verlangt. Die Finanzierung des Forex Brokers, der die Handelsplattform online zur Verfügung stellt, erfolgt in den meisten Fällen durch den so genannten Spread, der bei jedem Handel einbehalten wird. Während der Verkaufskurs der Devisen als Bid und der Einkaufskurs der Devisen als Ask bezeichnet wird, ist der Spread die Differenz aus diesen beiden Kurswerten, die dem Forex Broker letztendlich zugute kommt. Die Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufskurs ist üblicherweise derart gering, so dass diese nur ein paar wenige Pips ausmacht.

Ein Pip bezeichnet wiederum den Betrag, der die vierte, selten auch die dritte Stelle hinter dem Komma darstellt. Beträgt der Einkaufskurs zum Beispiel 1,5404 und der Verkaufskurs 1,5409, so erhält der Forex Broker für die Bereitstellung seiner Dienste vom Forex Trader einen Spread von 5 Pips. Die Höhe des Spreads kann je nach Anbieter entweder variabel und dementsprechend den Kursschwankungen angepasst oder aber festgelegt sein. In Pips wird auch die Höhe der Kursschwankung festgesetzt. So ist der Kurs des Euros beispielsweise dann um zwei Pips gestiegen, wenn er vor Kurzem noch bei 1,5304 gestanden hat und nun bei 1,5306 steht.

Darüber hinaus können weitere Gebühren für die Inanspruchnahme eines Forex Managed Account entstehen. Bei einem Forex Managed Account übernimmt ein professioneller Forex Trader die Aufgabe des Handelns im Namen des als Auftraggeber agierenden Anlegers. Doch auch in diesem Fall wird keine pauschale Gebühr erhoben, sondern der mit der Betreuung des Forex Managed Account beauftragte Forex Broker erhält im Gewinnfall eine anteilige Provision. Hat der Handel eine finanzielle Einbuße gebracht, so geht in diesem Fall auch der Forex Broker leer aus. Daher versuchen die beauftragten Forex Broker schon allein aus egoistischen Gründen, einen möglichst hohen Profit zu erzielen und damit die Höhe der Provision zu ihrem Gunsten zu beeinflussen.

Einsteiger, die ein Demokonto nutzen, müssen übrigens hierfür in den meisten Fällen keinerlei Gebühren bezahlen. Da hier nur mit Spielgeld gehandelt wird, wird auch kein echter Spread fällig.

Forex Millionär werden?

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und genauso selten hagelt es Forex Millionäre. Um im Forexhandel wirklich dauerhaft erfolgreich zu sein, bedarf es einer gehörigen Portion Erfahrung und auch einer gewissen Risikobereitschaft. Denn gerade beim Handel mit großen Kontrakten sind die Gewinnchancen oftmals ebenso hoch wie das Risiko eines Verlustes. Dennoch gibt es nicht wenige Menschen, die tatsächlich zum Forex Millionär geworden sind.

Um im Forex wirklich erfolgreich zu sein und somit auch die Chancen zu erhöhen, irgendwann einmal Forex Millionär zu werden, ist die Anwendung der richtigen Forex Strategie enorm wichtig. Der Forex Trader muss in der Lage sein, die jeweilige Marktsituation realistisch einschätzen zu können und eine folgerichtige Prognose für die Zukunft zu erstellen. Mit hundertprozentiger Sicherheit lässt sich der Verlauf der Dinge wohl nie vorhersehen, es gibt aber gewisse Anhaltspunkte, die auf die zukünftige Entwicklung der Devisenkurse schließen lassen. Eine der wichtigsten Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Forex Strategie ist das Vorhandensein aktueller und somit relevanter Informationen.

Um die zukünftige Lage exakt abschätzen zu können, ist die technische Analyse sehr hilfreich. Der potenzielle Forex Millionär wirft hierbei einen Blick in die Forex Vergangenheit, um anhand der damaligen Kurs- und Volumenbewegungen Rückschlüsse auf die zukünftigen Ereignisse ziehen zu können. Dabei vertraut er auf die Erfahrung, dass sich alles im Leben wiederholt. Diesbezüglich werden Situationen und ihre Resultate analysiert, die sich vor längerer Zeit bereits ähnlich ergeben haben.

Viele erfolgreiche Forex Trader bedienen sich allerdings auch der fundamentalen Analyse. Hierbei werden nicht nur die eigenen vergangenen Entwicklungen näher beleuchtet, sondern sämtliche Ereignisse des Forexmarktes. Mit der fundamentalen Analyse zielt der Forex Trader darauf ab, die Anlageform ausfindig zu machen, die den höchsten Gewinn verspricht. Am erfolgsversprechendsten ist schließlich eine Kombination aus beiden Analysemethoden.

Forex online

Spricht man in der heutigen Zeit vom Devisenhandel, so ist zumeist das Forex Online Trading gemeint. Denn anders als dies auf dem Aktienmarkt üblich ist, existiert für den Devisenhandel keine über einen Ort definierbare Börse mehr, die sich an einem bestimmten Punkt befindet. Das heißt, dass der Forex Handel größtenteils im Interbankenhandel stattfindet, da die letzten deutschen Devisenbörsen am Ende des Jahres 1998 der mangelnden Resonanz wegen komplett abgeschafft wurden. Seit diesem Zeitpunkt werden zur Darstellung der amtlichen Devisenkurse zumindest in Europa unterschiedliche Referenzwerte, beispielweise der EuroFX, genutzt.

In der heutigen Zeit werden die Devisen zumeist im Internet gehandelt. Diesbezüglich stehen dem Trader, der das Forex online nutzt, verschiedene Handelsplattformen zur Verfügung. Darüber hinaus wird von nicht wenigen Forex Tradern auch das Telefon oder EBS verwendet. EBS ist ein elektronischer Devisenmakler.

Dadurch, dass der Devisenhandel im Internet stattfindet, gestaltet sich das Forex Trading auch für Menschen attraktiv, die sich bislang für die Möglichkeiten des Devisenmarktes nicht interessiert haben. Die Forex-Internetplattformen bieten dem Einsteiger zahlreiche Gelegenheiten, sich ausführlich zum Thema zu informieren und bestimmte Angebote zu nutzen. Ein solches vielbeachtetes Angebot ist zum Beispiel die Einrichtung eines Demokontos, im Rahmen dessen der interessierte Laie die Chance erhält, zumeist kostenlos für einen bestimmten Zeitraum mit Spielgeld zu handeln und somit die Gefahren und Tücken, aber auch die attraktiven Gewinnmöglichkeiten des Forexhandels kennen zu lernen. Möchte man im Forex online aktiv mitwirken, so sollte nach einem Forex Broker Ausschau gehalten werden, der mehrere Konten in seinem Angebot führt und auch kleine Kontraktgrößen zulässt, die letztendlich ein geringeres Verlustrisiko bergen. Im Forex online sollte die Option bestehen, zwischen mehreren Forex-Methoden wählen zu können. So sollte beispielsweise auch Daytrading oder Swingtrading angeboten werden, des Weiteren ein Vollkonto, ein Mini-Konto, ein Demokonto oder aber auch ein Forex Managed Account.

Forex Trading Software

Um auf dem Forex-Markt wirklich erfolgreich agieren zu können, ist die Nutzung einer speziellen Forex Trading Software nahezu unerlässlich. Insbesondere für Privatanleger ist eine gute Forex Trading Software sehr wichtig, um überhaupt einen Zugang zum Forexmarkt zu erhalten. Denn durch die Forex Software wird nicht zuletzt die Darstellung des Handelsplatzes im Internet ermöglicht. Gute Handelsplattformen kann man unter anderem daran erkennen, dass ein Charting-Tool sowie ein News-System dem Nutzer bereitgestellt werden. Die einzelnen Forex-Plattformen benutzen nicht die gleiche Software, sondern unterscheiden sich diesbezüglich mitunter sehr stark voneinander. So gibt es Plattformen, die sich hervorragend für den Einsteiger eignen und solche, die dem Profi zur Verfügung stehen. Wie gut ein Trader mit der ihm zur Verfügung gestellten Software letztendlich umgehen kann, ist unter anderem auch von dessen Erfahrung abhängig.

Ein wichtiges Qualitätskriterium ist das Forex News-System. Dieses ist deshalb so wichtig, weil das News-System dem Trader einen zeitlich unbegrenzten Zugang zu sämtlichen marktrelevanten Informationen verschafft. Sehr viele gute Forex-Plattformen bieten ihren Tradern eine Anbindung an das Bloomberg- oder an das Reuterssystem. Die Neuigkeiten beinhalten im Idealfall alle wichtigen Nachrichten aus der Finanz- und Wirtschaftswelt. Von immenser Bedeutung sind diesbezüglich die Konjunkturindikatoren sowie die Publikmachungen der renommierten Notenbanken. Des Weiteren sollten auch den Berichten aus den amtlichen Statistikbehörden bezüglich der Erzeuger- und Verbraucherpreisentwicklung ausreichend Beachtung geschenkt werden. Denn gerade die Schwankungen der Erzeuger- und Verbraucherpreise wirken sich letztendlich auch auf die Kursbewegungen im Forexhandel aus. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Daten nicht den Erwartungen der Marktteilnehmer entsprechen.

Ein weiteres Merkmal einer guten Forex Trading Software ist das Charting Tool. Durch dieses Werkzeug wird die Benutzung einer gesonderten, der technischen Analyse dienenden Software praktisch überflüssig. Das Charting Tool bietet unter anderem auch ein großes Angebot an technischen Indikatoren. Zusätzlich beinhaltet ein gutes Charting Tool Zeichenwerkzeuge, mit denen sich Hilfslinien, Trendlinien und Trendkanäle auf eine optimale Weise veranschaulichen lassen.