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Zinsentscheidung

Mit der Zinsentscheidung wird die Entscheidung einer Zentralbank über den Leitzins eines speziellen Währungsraumes bezeichnet. Diese Entscheidung wird bei Tagungen der großen Notenbanken in regelmäßigen Abständen beraten und ich Rahmen der geldpolitischen Ausrichtung getroffen.

Die Entscheidung der Zentralbanken bezüglich einer Erhöhung oder einer Senkung des Leitzinses wird durch die Notenbank zu vorab bekannten Terminen veröffentlicht. Diese Entscheidungen sind oftmals nicht vorhersehbar. Termine, an denen der Zinsentscheid von der Zentralbank bekannt gegeben wird, werden daher von allen Finanzmedien wie auch Marktteilnehmern am Aktien-, Renten- und Devisenmarkt Forex mit großem Interesse verfolgt. Der Ausgang dieses Zinsentscheids der Zentralbank führt oft auch zu deutlichen Kursbewegungen. Diese Kursbewegungen können dann zu Verlusten, aber auch (mit Hilfe richtiger und zeitgemäßer Strategien) zu hohen Gewinnen führen.

Auch hier ist Hintergrundwissen am Finanzmarkt von Vorteil. Die ersten Meldungen zu Änderungen am Leitzins werden meist von Finanzmedien kommuniziert. In aller Kürze wird dann das Wichtigste verbreitet. Die Auswirkungen auf den Devisenmarkt muss man dann jedoch noch selbst einschätzen. Erst im Verlauf der Meldung wird von weiteren Medien dieser prognostiziert werden.

Da die Zinsentscheidung nicht vorhersehbar ist, lässt sie sich auch schwer in eine Strategie integrieren. Bekannt ist jedoch deren Auswirkung auf die Kursbewegungen. In der technischen Analyse spielt der Zinsentscheid damit nur eine zeitliche Rolle. Die Termine werden vorab bekannt gegeben, und somit bei der Wahl von Strategien zu bedenken. Im Zusammenhang mit der Wirtschaft einzelner Märkte lassen sich jedoch Tendenzen interpretieren.

Hebelwirkung

Beim Handel am Forex nutzen die meisten Anleger einen großen Finanzhebel um messbare Gewinne zu erzielen. Dieser ist innerhalb der Plattformen integriert, und wird meist mit dem höchsten Hebel umworben. Dieses Prinzip des Handels mit einem Hebel wird auch im professionellen Handel schon lange verwendet.

Bei der Eröffnung eines Handels am Forex muss der Händler jedoch über genügend Kapital für den Handel verfügen. Dies entspricht zwar nicht dem kompletten Kapital der Position, wird jedoch das Guthaben unterschritten, so wird der Handel vorzeitig geschlossen. Dafür bieten die Hebel eine Liquidität für den Handel, über den meist nur Banken verfügen. Meist müssen so für einen Handel nur bis zu 2 Prozent des Handelsvolumens einer Position auf dem Konto des Nutzers der Plattform vorhanden sein.

Der Nutzen für den Händler liegt klar auf der Hand. Der Hebel ermöglicht es mit einem überschaubaren Einsatz mit großen Beträgen zu handeln. Dies lässt sich an einem Beispiel am besten veranschaulichen. Muss der Händler bei seinem Hebel 1 Prozent des Handelsvolumens hinterlegen, kann er bereits mit 100 Euro Einsatz mit 10.000 Euro am Forex handeln.

Damit ist es schon mit einem Kontoguthaben von 1.000 Euro möglich eine Handels-Strategie für den tagesumfassenden Handel zu verfolgen. Eine einzelne Handels-Position sollte dabei nie mehr als 5 Prozent des Kontoguthabens umfassen. Somit ist bei einem Verlust nicht das komplette Konto leer. Dann ist es auch möglich den Verlust im Laufe weiterer Handel wieder auszugleichen. Dieses System gleicht dabei dem Bankroll-Management bei Poker.

Beim Einsatz von Hebeleffekten ist es somit um so wichtiger den Kursverlauf zu beobachten. Bereits eine Kursänderung um nur einen 1 Prozentpunkt kann zum totalen Verlust der Position und damit auch dem eingesetzten Kapital führen. Grundsätzlich empfiehlt es sich einen zum Guthabenkonto passenden Hebel beim Handel zu nutzen.

Technische Analyse

Die Technische Analyse ist die Basis vieler Handels-Strategien. Die meisten Händler entwickeln Strategien auf der Basis, dass einzelne Devisenmärkte innerhalb ihrer Entwicklung bestimmte, wiederkehrende Muster befolgen. Damit kann eine sorgfältige Analyse und Interpretation der statistischen Kursbewegungen eines Marktes Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen am Devisenmarkt ermöglichen.

Der Ansatz dieser Interpretation der Charttechnik wird als technische Analyse bezeichnet.
Sie bildet die strategische Basis vieler erfolgreicher Forex Trader. In dieser Strategie spiegelt sich meist die persönliche Ausrichtung, in der konkreten Auswahl der berücksichtigten Werte, und auch deren Interpretation wieder.

Die Analyse stellt jedoch nur dir grobe Ausrichtung eines Anlegers dar. Komplexe Handels-Strategien basieren hingegen zumeist auf einer Kombination verschiedener Instrumente und Techniken.

Als Einsteiger oder Anfänger am Forex Markt setzt man meist nur standardisierte Analyseverfahren ein. Fortgeschrittene Anwender entwickeln hingegen meist eigene Strategien, welche im Laufe der Zeit vervollständigt und perfektioniert werden.

Dies ist für den Händler von großem Vorteil. Neben dem Hintergrundwissen kann damit auch eigenständig am Markt agiert werden. Damit werden auch Ereignisse in den Medien eigenständig analysiert und in Strategien umgesetzt.

Für die technische Analyse empfiehlt sich die Verwendung des Meta-Traders oder anderer gleichwertiger Anwendungen. Für eine technische Analyse sollten vor allem längerfristige Kursbewegungen beobachtet und analysiert werden. Tipps hierfür erhält man oft auch vom Ansprechpartner der Plattformen. Diese sind natürlich auch am Gewinn der Anwender interessiert und unterstützen ihn daher auch bei strategischen Fragen, solang diese der Steigerung des Kontoguthabens dienen.

Was in jeder Strategie ersichtlich wird, ist das der Handel mit nur einem Währungspaar meist wenig Gewinn erzielt. Daher ist es wichtig in der Analyse die Top-Währungen einzuschließen. Bedeutende politische Ereignisse sind ebenso von Bedeutung, wie auch die Bekanntgabe des Leitzinses der Zentralbank.

Bei der technischen Analyse kommen damit alle Faktoren des Forex Trading zusammen. Sie umfassen neben dem Einsatz des richtigen Hebels, ein gutes Guthaben-Management und auch längerfristige Strategien.

Charttechnik

Hinter dem Handel am Forex stecken verschiedene Charttechniken. So ist es mit mehreren Anwendungen möglich den Verlauf von Kursbewegungen zu verfolgen. Die Trader-Anwendungen werden abhängig vom Kontotyp kostenlos zur Verfügung gestellt. Einzelne Anwendungen sind ausschließlich über den Browser verwendbar und damit meist auch im Verlauf langsamer im Gegensatz zu Applikationen wie dem Meta-Trader. Diese eigenständige Anwendung umfasst die komplette Analyse und Auswertung, sowie Steuerung des Handels am Forex. Der Umgang mit der Software erfordert jedoch etwa Übung. Ein Tutorial vor Beginn eines Handels ist sehr empfehlenswert.

Neben dem Handel am Computer ist inzwischen auch ein Handel mit modernen Smartphones möglich. Die Programme sind jedoch nicht für alle Geräte verfügbar. Ein iPhone, Blackberry oder Windows-Mobile Endgerät ist von Vorteil. Diese Anwendungen sind dann von normalen Analyse-Anwendungen zu unterscheiden. Sie bieten nicht nur die Auswertung von Kursbewegungen, sondern auch die Möglichkeit Handel zu eröffnen und zu verwalten. Sie sind anbieterbezogen und werden durch den Anbieter bei entsprechendem Konto-Typ zum Download angeboten.

Über die Verwendung der Handy-Trading-Software gibt es viele Meinungen. Wer sich in mobilen Datennetzen bewegt, muss natürlich mit Verzögerungen rechnen. Somit ist rechnerisch kein Einsatz ohne Stop Loss Automatisierung sinnvoll. Bevor ein Handel geschlossen werden kann, ist meist der Währungskurs bereits gesunken oder erneut gestiegen. Im Letzteren ist dies natürlich nicht schlecht, bei Verlust jedoch ärgerlich.

Für aktive Händler bietet sich jedoch damit die Möglichkeit jederzeit auf Bewegungen am Devisenmarkt zu reagieren. Mit den Browser-Anwendungen kann an jedem Computer, egal ob Windows, Linux oder Mac mit Internetzugang ein Handel vollzogen werden. Am heimischen Computer empfiehlt sich für erfahrene Trader jedoch der Einsatz des Meta-Trader.

Zusätzlich zum Ausführen und Verwalten von Handelspositionen am Forex bietet die Charttechnik noch die Möglichkeit der technischen Analyse der Kursbewegungen.
Diese Analysen machen Muster in der Bewegung von Währungskursen sichtbar, welche für Strategien verwendet werden können.

Trailing Stop Loss

Als Trailing Stop Loss werden die Ausstiegsgrenzen eines Handels am Forex bezeichnet. Mit den Grenzen kann festgelegt werden, wann der Gewinn einbehalten und der Verlust begrenzt und gestopt werden soll. Damit wird auch ein fast automatischer Handel am Forex möglich.

Die Stop Loss Werte können in den Handels-Anwendungen bei Eröffnung eines Handels festgelegt werden. Auch hier sind die Grenzen an die Anzahl an Pips, die mindestens erreicht werden müssen, angepasst.

Der Trailling-Stop gilt jedoch nur für die Zeitfenster, in denen ein Handel möglich ist. Dies bedeutet auch, dass der Handel trotz Stop Loss am Wochenende bei den meisten Anbietern geschlossen wird.

Sind Kurswerte für den Stop Loss eingetragen prüft die Handels-Software den Verlauf der Währung. Innerhalb der Pips, die der Anbieter einbehält ergibt sich für den Nutzer kein Gewinn. Steigt oder fällt die Währung wie gehofft, so ergibt sich entweder ein Verlust oder Gewinn. Dieser wird von der Anwendung angezeigt und kann sich im Sekundentakt ändern. Speziell dafür ist auch eine Stop Loss Strategie sehr praktisch. Meist kann man gar nicht so schnell Verkaufen, wie sich der Währungskurs verändert. Erreicht der Kurs nun einen Wert, an dem der Gewinn einbehalten werden soll, oder der Verlust begrenzt, so schließt die Anwendung automatisch den Handel.

Doch Vorsicht, es gibt auch Anbieter, die speziell im Verlustfall nicht den sofortigen Abschluss des Handels garantieren. Oft werden diese Händler in einschlägigen Foren diskutiert. Wird der Handel trotz Stop Loss nicht geschlossen kann ein negatives Kapital entstehen und es müssen zusätzlich Beträge zum Ausgleich des Kontos eingezahlt werden. Im Falle der Gewinnausschüttung kann dies im Gegenzug bedeuten, das ein Handel nicht wie angegeben geschlossen wird, und der Kurs im Nachhinein wieder fällt und der Gewinn verloren geht.

Die Suche nach einem passenden Anbieter zum Handel am Forex sollte somit auch die Zuverlässigkeit der Software in Betracht ziehen, und nicht nur eine möglichst geringe Handelsgebühr. Auf Dauer rechnen sich sichere Gewinne bei 3 Pips Handelsspanne mehr als unsichere mit nur 2 Pips Handelsspanne.

Commodity Dollar

Der Australische Dollar, Neuseeländische Dollar und Kanadische Dollar werden als Commodity Dollars bezeichnet. Dies ist damit begründet, dass die Wirtschaft der betroffenen Länder stark von den Rohstoffpreisen abhängig ist. Die Nachfrage der Währungen hängt stark von den Exporteuren der Rohstoffe der Länder ab. Rohstoffe werden auf dem Weltmarkt in US-Dollar verkauft, und danach in die heimische Währung getauscht. Auch der Anstieg des Euro, dank des erfolgreichen Exports in Deutschland ist damit zu erklären.

Ist die Nachfrage nach Rohstoffen und deren Preisen hoch, steigt auch die Nachfrage und somit der Währungskurs der Commodity Dollar. Umgekehrt sinkt der Währungskurs der Commodity Dollar, wenn die Rohstoffpreise sinken, weil weniger Rohstoffe benötigt werden.

In diesem Zusammenhang verändert sich auch mit Kursänderung der Rohstoffe Gold, Silber und Öl der Währungskurs der Commodity Dollars. Dies macht es möglich, den Handel mit Rohstoffen mit dem Handel am Devisenmarkt zu kombinieren. Da die Kurse der Rohstoffe jedoch global ermessen werden, ist dies mit Vorsicht zu genießen. Hintergrundwissen, sowie aktuelle Meldungen und politische Ereignisse, aus Commodity Dollar Länder sind für einen erfolgreichen Handel unverzichtbar. Gold, Silber und Öl sind inzwischen auch bei den meisten Online Plattformen handelbar, was auch Einfluss auf die Commodity Dollar nimmt.

Neben dem Australischen Dollar, Neuseeländischen Dollar und Kanadischen Dollar existieren auch noch andere Länder mit Rohstoffwährungen wie die der Commodity Dollars. Sie tragen jedoch nicht die Bezeichnung „Dollar“ im Namen. Diese sind unter anderem der Südafrikanische Rand und der Brasilianische Real.

Die Kursentwicklung der Commodity Dollar ist durch den Zugsamenhang mit dem US-Dollar auch stark von dessen Währungskurs abhängig. Sie sind daher immer im Zusammenhang mit dem Dollar als Währungspaare zu

PIP

Gewinne mit dem Handel am Forex werden anhand kleinster Unterschiede zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis erzielt. Diese Unterschiede werden als Spread bezeichnet und mit der Einheit Pip gemessen. Zusätzlich sind auch Begriffe wie Points oder Punkte vertreten. Der Pip stellt die kleinste mögliche Einheit innerhalb des Handels mit Währungen dar. Damit misst er die Schrittweite Veränderung der vierten Dezimalstelle eines Kurses. Da Änderungen im Rahmen der ersten beiden Dezimalstellen nur sehr selten vorkommen, hat es sich bei den Forex Händlern durchgesetzt, diese Einheit als Grundlage von Berechnungen der Gewinne oder Verluste zu verwenden. Trotz dieser geringen Veränderungen ist es mit dem Einsatz von Hebeleffekten möglich, enorme Gewinne oder Verluste zu erzielen.

Banken und Anbieter, die einen Zugang zum Forex gewähren, erzielen ihre Gewinne durch meist 2 bis 3 Pips, welche dem Händler nicht vergütet werden. Somit ist eine Kursveränderung von über 3 Pips notwendig um Gewinne zu erzielen. Speziell in der Verbindung mit Hebeleffekten gestaltet dies die Aussicht auf Gewinne erneut niedriger für den Kunden. Bei der Wahl eines Anbieters sollte somit auch die Anzahl an Pips bis zu einer Gewinnausschüttung in Betracht gezogen werden.

Kursveränderungen im einzelnen Pip-Bereich können im Sekundentakt auftreten. Daher ist vor allem ohne Verwendung von Stop Loss Strategien, nur ein aktiver Handel sinnvoll. Handelt man hingegen nur “nebenher”, kann dies zu schnellen Verlusten führen. Dies zeigt sich vor allem bei geringem Kapital sehr stark. Verluste können dann nicht gedeckt werden, was zum automatischen Abschluss eines Handels führt.

In Pips werden zudem auch die Performance Ergebnisse von Handelssystemen gemessen. Diese sind auf das Handeln am Forex-Markt spezialisiert.

Forex

Forex ist ein internationaler Marktplatz für Währungen. Den Handel mit Währungen bezeichnet man allgemein als Devisenhandel. Forex ist die oft verwendete Abkürzung, welche aus der englischen Bezeichnung des Währungshandels entstand. So wurde aus Foreign Exchange Market, durch Abkürzung der beiden ersten Wortbestandteile der FoRex Market. Mit einem Tagesumsatz von mehreren Billionen US-Dollar ist der Devisenmarkt der größte Finanzmarkt der Welt.

An diesem ökonomischen Ort treffen Devisenangebot und Devisennachfrage aufeinander und werden zu einem ausgehandelten Devisenkurs getauscht. Durch diesen Handel wird die Kaufkraft einer Inlandswährung in eine Auslandswährung ermöglicht. Marktteilnehmer sind neben Kreditinstituten auch größere Industrieunternehmen, private Devisenhändler, Devisenmakler und Handelshäuser. Eine wichtige Gruppe von Teilnehmern sind zudem die Zentralbanken.

Der größte Teil des Devisenhandels wird außerhalb der Börsen im Internet vollzogen. Innerhalb von Sekunden werden oft hohe Millionen- bis hin zu Milliardenbeträge zwischen Banken oder auch anderen Teilnehmern des Marktes gehandelt. Diese Banken bieten auch Privatpersonen einen indirekten Zugang zum Devisenhandel an. Die Verdienste der Banken beziehen sich dabei auf die Differenzen zwischen dem Kaufs- und Verkaufskurs.

Weltweit ist der Handel werktags rund um die Uhr möglich. Es besteht somit ein Zeitfenster für den Handel von Sonntag 23 Uhr bis zum Freitag 23 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Der Dollar wird jedoch nicht an US-Feiertagen gehandelt, sowie der Handel des Euros auch am 1. Mai aussetzt.

Der Handel am Forex verläuft nicht über eine Börse, sondern über Händlernetze. Seit der weltweiten Vernetzung und der bestehenden Möglichkeit auch online handeln zu können, haben Online-Händler dafür gesorgt, dass auch während des Wochenendes gehandelt werden kann. Kursschwankungen entstehen jedoch dann nur sehr selten, was den Handel für viele Anwender in diesem Zeitfenster unattraktiv gestaltet.

Die Top 20 gehandelten Währungen am Forex in 2010 sind fortlaufend US-Dollar, Euro, Japanischer Yen, Britisches Pfund, Australischer Dollar, Schweizer Franken, Kanadischer Dollar, Hongkong Dollar, Schwedische Krone, Neuseeland-Dollar, Südkoreanischer Won, Singapur-Dollar, Norwegische Krone, Mexikanischer Peso, Indische Rupie, Russischer Rubel, Polnischer Zloty, Türkische Lira, Südafrikanischer Rand und Brasilianischer Real.

Kontraktgröße

Es ist in erster Linie das als Kontraktgröße bezeichnete Volumen der einzelnen Positionen, das für die Höhe der möglichen Gewinne von Bedeutung ist. Daher sollten Anleger, die möglichst hohe Erträge erzielen möchten, die Kontraktgröße dementsprechend hoch ansetzen.

Es gibt bestimmte Bereiche, in denen eine große Kontraktgröße ohnehin nahezu schon obligatorisch ist. Zum Beispiel beim DAX-Future, dem S&P 500-Future oder an den renommiertesten deutschen Devisen Future-Märkten werden ausschließlich größere Kontrakte gehandelt. Allerdings birgt der Handel mit größeren Kontrakten auch ein höheres Risiko, einen Verlust zu erleiden. Es liegt daher in der Natur des Terminhandels begründet, dass durch größere Positionen die Chancen auf einen lukrativen Gewinn steigen, gleichzeitig aber auch eine Menge Geld verloren werden kann. Da auf dem Forexmarkt im Gegensatz zum Handel mit Devisen Futures die Möglichkeit besteht, eine kleinere Kontraktgröße zu wählen, sollten Einsteiger und Menschen, die das Risiko scheuen, sich vorerst mit dem Forexhandel vertraut machen. Hat man schließlich auf dem Forexmarkt genügend Erfahrung gesammelt, dann kann darüber nachgedacht werden, die Chancen des Terminmarktes auszuschöpfen. Möchte ein Einsteiger dennoch sofort auf dem Terminmarkt mehr oder weniger erfolgreich agieren, so ist ein Markt empfehlenswert, der auch kleinere Kontraktgrößen akzeptiert. Ein solcher Markt ist zum Beispiel der Euro-Bund-Future.

Einsteigern ist jedoch im Allgemeinen der Forexmarkt zu empfehlen, da hier die Möglichkeit besteht, auch mit relativ geringen Beträgen zu handeln. Das Konto mit dem geringsten Risiko ist das Demokonto, das von den meisten Forex-Plattformen angeboten wird. Das Demokonto bietet dem Interessierten die Chance, in die Welt des Forex hineinzuschnuppern, ohne einen finanziellen Verlust fürchten zu müssen. Mit einem Demokonto wird genauso gehandelt wie mit einem Vollkonto, mit dem kleinen Unterschied, dass bei einem Demokonto lediglich fiktives Geld zum Einsatz gelangt. Wer Gefallen am Forex gefunden hat, der kann auf ein Mini-Konto umsteigen und diesbezüglich mit einer sehr kleinen Kontraktgröße beginnen. Später bietet ein Vollkonto sehr viel bessere Gewinnchancen, aber auch ein höheres Verlustrisiko.

Devisenhandel

Als im Jahr 1880 erstmalig die Chance geboten wurde, die ausländischen Zahlungen auf einem im Ausland lagernden Konto gutzuschreiben, war der Devisenhandel geboren, auch wenn es bereits über 100 Jahre zuvor mit dem britschen Pfund Sterling schon einmal eine erste Handelswährung gegeben hat. Feste Wechselkurse wurden schließlich erst im Jahr 1944 im Rahmen des Bretton-Woods-Abkommen eingeführt. Zu der Zeit wurden auch das IWF und die Weltbank aus der Taufe gehoben, wodurch die Schwankungsbreiten für mehrere Länder festgelegt wurden.

Von diesem Zeitpunkt ab verpflichteten sich die Zentralbanken, das Marktgeschehen dahingehend zu beeinflussen, dass es keine Überschreitung und auch keine Unterschreitung der Interventionspunkte mehr gab. Diese festgelegten Wechselkurse wurden 1969 jedoch wieder „aufgeweicht“. Am 19. März 1973 führte die als Vorgängerorganisation der EU geltende Europäische Gemeinschaft ein so genanntes „Block-Floating“ gegen die Währung der Vereinigten Staaten von Amerika durch, wodurch die festen Wechselkurse gegen die variablen Kurse ersetzt wurden. Diese Maßnahme hatte jedoch auch zur Folge, dass das Risiko aller am Kurshandel Teilhabenden erhöht wurde.

Die in den nachfolgenden Jahren stattfindenden inner- und außenpolitischen Turbulenzen haben verdeutlicht, dass der Devisenhandel sehr viel stärker unter dem Einfluss der politischen und staatlichen Verhältnisse steht, als zum Beispiel der Aktienhandel. So wurde der Devisenhandel in der Vergangenheit bereits durch die Argentinienkrise im Jahr 1998 sowie durch die so genannte Tigerstaaten-Krise im Jahr 1997 in Mitleidenschaft gezogen.

Der Devisenhandel findet in der heutigen Zeit überwiegend im Internet statt. Daher benötigt ein Forex Trader nicht nur das entsprechende Kapital, sondern auch einen ausreichend guten Anschluss ans Internet. Eine funktionierende Onlineverbindung setzt wiederum den Besitz eines internetfähigen Computers voraus. Des Weiteren ist für den Devisenhandel eine Forex Trading Software von Vorteil sowie eine geeignete Plattform. Die Devisen können entweder im Rahmen eines Vollkontos selbst gehandelt werden oder aber als Forex Managed Account von einem erfahrenen Profi verwaltet werden.