Devisenhandel

Als im Jahr 1880 erstmalig die Chance geboten wurde, die ausländischen Zahlungen auf einem im Ausland lagernden Konto gutzuschreiben, war der Devisenhandel geboren, auch wenn es bereits über 100 Jahre zuvor mit dem britschen Pfund Sterling schon einmal eine erste Handelswährung gegeben hat. Feste Wechselkurse wurden schließlich erst im Jahr 1944 im Rahmen des Bretton-Woods-Abkommen eingeführt. Zu der Zeit wurden auch das IWF und die Weltbank aus der Taufe gehoben, wodurch die Schwankungsbreiten für mehrere Länder festgelegt wurden.

Von diesem Zeitpunkt ab verpflichteten sich die Zentralbanken, das Marktgeschehen dahingehend zu beeinflussen, dass es keine Überschreitung und auch keine Unterschreitung der Interventionspunkte mehr gab. Diese festgelegten Wechselkurse wurden 1969 jedoch wieder „aufgeweicht“. Am 19. März 1973 führte die als Vorgängerorganisation der EU geltende Europäische Gemeinschaft ein so genanntes „Block-Floating“ gegen die Währung der Vereinigten Staaten von Amerika durch, wodurch die festen Wechselkurse gegen die variablen Kurse ersetzt wurden. Diese Maßnahme hatte jedoch auch zur Folge, dass das Risiko aller am Kurshandel Teilhabenden erhöht wurde.

Die in den nachfolgenden Jahren stattfindenden inner- und außenpolitischen Turbulenzen haben verdeutlicht, dass der Devisenhandel sehr viel stärker unter dem Einfluss der politischen und staatlichen Verhältnisse steht, als zum Beispiel der Aktienhandel. So wurde der Devisenhandel in der Vergangenheit bereits durch die Argentinienkrise im Jahr 1998 sowie durch die so genannte Tigerstaaten-Krise im Jahr 1997 in Mitleidenschaft gezogen.

Der Devisenhandel findet in der heutigen Zeit überwiegend im Internet statt. Daher benötigt ein Forex Trader nicht nur das entsprechende Kapital, sondern auch einen ausreichend guten Anschluss ans Internet. Eine funktionierende Onlineverbindung setzt wiederum den Besitz eines internetfähigen Computers voraus. Des Weiteren ist für den Devisenhandel eine Forex Trading Software von Vorteil sowie eine geeignete Plattform. Die Devisen können entweder im Rahmen eines Vollkontos selbst gehandelt werden oder aber als Forex Managed Account von einem erfahrenen Profi verwaltet werden.

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