Euro auf 2-Jahres-Tief

Der Euro stürzte am Dienstag auf ein Zwei-Jahres-Tief gegenüber dem Dollar und weitere Rückgänge sind wahrscheinlich, da die europäischen Minister es nicht geschafft haben die Ängste bezüglich der Schuldenkrise zu verringern.

Darüber hinaus erwarten Investoren ein Gerichtsurteil über den Rettungsfond. “Es ist fast wie wir nach Öl bohren – wir gehen mit dem Euro langsam nach unten “, sagte Matthew Lifson, ein Senior Trader und Markt-Analyst der Cambridge Mercantile Group in Princeton aus New Jersey.

Der Euro hat momentan kein Rückgrat und somit an Stabilität verloren. Die Euro-Zonen Minister einigten sich darauf Madrid für ein weiteres Jahr Zuschüsse zu gewähren, damit bis 2014 alle Ziele erreicht werden können. Im Austausch sind weitere Einsparungen von Haushaltsmitteln gefordert worden. Bezüglich Hilfen für spanische Kreditgeber einigte man sich auf keine konkrete Summe, sagte aber, rund 30 Mrd. EUR wären bis Ende Juli verfügbar. Die Märkte waren enttäuscht, dass bei diesem Treffen nicht mehr herausgekommen ist.

Lifson sagte außerdem: “Es gibt sicherlich auch positive Dinge aus Europa in Bezug darauf zu berichten, aber es sind meist kleine Schritten und ich glaube, dass es keinen einheitlichen Plan gibt.” Die Anleger waren auch gespannt als die Anhörung am Gerichtshof begann, ob der Euro-zonen Rettungsfonds, kompatibel mit dem deutschen Recht ist. Das Gericht ist nicht gerade dafür bekannt Pro-Europa zu sein und ein ungünstiges Urteil könnte die Integrationspläne gefährden. Finanzminister Schäuble sagte, dass eine signifikante Verzögerung bei der Genehmigung des Rettungsfonds Turbulenzen auf den Finanzmärkten auslösen könnte und das Vertrauen in die Euro-Zone geschwächt werden würde.

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti, steht unter enormen Druck des Marktes und es wird erwartet, dass er die Wirtschaft seines Landes stützt, um zu verhindern in das Zentrum der Schuldenkrise gezogen zu werden. Eine gute Nachricht für den Euro kam durch einen Rückgang der Spanisch und Italienisch Fremdkapitalkosten. Spanien ist wieder unter das kritische 7-Prozent-Niveau gesunken.

Analysten sagten, die politischen Hürden, wie die Verwendung des Euro-Zonen-Rettungsfonds und die Verhinderung einer weiteren Ansteckung eines Landes sei nach wie vor ein ernstes Thema.

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