Zwangsanleihe für Reiche

Wenn es nach dem deutschen Institut für Wirtschaft gehen soll, dann sollen Reiche künftig das Haushaltsloch stopfen. Die Bundesregierung scheint aber davon bisher nur wenig angetan zu sein. Wenn überhaupt, würde das eher für manche Krisenländer infrage kommen.

Es gab in der Vergangenheit schon öfter Vorschläge zum Umgang mit den hohen Schulden des Staates jedoch hat bisher wenig gefruchtet. Nun steht eine Zwangsanleihe für Reiche Bundesbürger zur Debatte. Martin Kotthaus, der Sprecher des zuständigen Ministeriums, sagte, dass man aktuell gut aufgestellt sei und keine Probleme bei Steuereinnahmen habe. Das bewährte System in Deutschland sei so wie es ist erfolgreich. Zusätzlich fügte er hinzu, dass dieses Modell für Länder in Frage käme bei denen das Steueraufkommen in keinem Verhältnis zu dem Vermögen der Einwohner stehe.

Durch diesen Vorschlag wollte man beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung die Schuldenkrise in den Griff bekommen. Darüber hinaus wurde auch wieder über eine sog. Reichensteuer nachgedacht, die einen ähnlichen Effekt hätte wie Zwangsanleihen die nicht zurückgezahlt werden. Laut diesem Modell wären dann die reichsten 8% der Bevölkerung steuerpflichtig.

Allerdings betonten die Verantwortlichen auch, dass diese Studie langfristig und unter Berücksichtigung politischer Verhältnisse umgesetzt werden sollte. Wohlhabende würden dadurch auch dazu animiert werden sich stärker zu engagieren vermuten einige Ökonomen. Reiche hätten dann ein höheres Interesse daran in einem wirtschaftlich gesunden System zu leben. Besonders Euro-Krisenländer würden von diesem System profitieren, da es eine Art Refinanzierung wäre.

Der Ansatz scheint zwar recht gut durchdacht zu sein jedoch ist fraglich ob sich dies umsetzen lassen würde und wie hoch die Akzeptanz bei der Bevölkerung dazu wäre.

Weitere Infos
https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/vermoegensteuer-diw-zwangskredit

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